zuhause.anderswo

Der 7. Jahrgang setzte sich im Rahmen des Projektes „zuhause. anderswo" mit Video- und Tanzprojekten künstlerisch auseinander

Die erste Begegnung
Wir, die Klasse 7c, nahmen mit großer Freude an dem Kulturprojekt „zuhause anderswo" teil, das vom Institut Français Bremen, der Kulturinitiative Quartier, der Bremer Shakespeare Company und dem Tanzforum Steptext Dance Project in Kooperation mit dem Pariser Museum für Migration organisiert wurde.
Der Gedanke, dass wir auch ein Teil dieses Projektes waren, war sehr aufregend.
Als wir (Wilhelm-Kaisen-Schule und Albert Einstein Schule) „im alten Postamt" waren, kamen wir zunächst auf der 2. Etage in einen großen Raum, in dem wir die Projektleiter von „anderswo.zuhause" kennengelernt haben. Nach einigen Auflockerungsspielen, sind wir –ohne Wahlmöglichkeit- in vier verschiedene Arbeitsgruppen eingeteilt worden. Es waren folgende Arbeitsgruppen bzw. -projekte zu besetzen; Videoprojekt, Tanzprojekt, Collageprojekt und Trommel- bzw. Rhythmusprojekt mit Alltagsgegenständen.

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Nach dieser Begrüßungs- und Vorstellungsrunde der Projektleiter gingen wir alle zusammen in den ersten Stock zurück. Hier gab es einen Raum in dem eine riesige multimediale Installation in Form eines Hauses dargestellt war. Dieses Haus besaß weder Türen noch Fenster und war von innen nach außen gekehrt. Diese Installation war das Herzstück des Projekts genannt ("Zon-Mai"). Das ist die Umkehrung von "maison", dem französischen Wort für "Haus".

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Als wir in den riesigen, dunklen Raum kamen, wurden auf den vier Wänden dieser großen multimedialen Installation in endloser Schleife Filme von Tänzern verschiedener Herkunft projiziert. Die "Bewohner" (Tänzer) des Hauses zeigten uns wie sie dort gelebt haben. Sie präsentierten dies in eigenartig anmutenden Tanzschritten und brachten so ihre Gefühle zum Ausdruck. Diese auf den ersten Blick eigenartig anmutenden Tanzschritte und Bewegungen entpuppten sich bei längerem und genauerem beobachten als Alltaghandlungen, wie sie jedem bekannt sind, nur dass diese in eine individuelle Form des Tanzes eingebunden waren. Die „Bewohner" tanzten in ihren Schlaf- und Wohnzimmern, Bädern und Küchen. Wir konnten uns die Tänzer (Bewohner) von außerhalb ansehen, ohne die "Zon-Mai" –das Haus- zu betreten.
Endlich, wir sind dran!
Nachdem wir uns die multimediale Installation angeschaut haben, setzen wir uns in unseren Arbeitsgruppen mit verschiedenen Themen auseinander.
Wir haben dort von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr Zeit gehabt mit vier professionellen Begleitern ergebnisorientiert an unseren Themen zu arbeiten. Unsere Klasse 7c war in die Projekte „Video" und „Tanzen" eingeteilt. Die Arbeit in den beiden Projekten hat uns viel Spaß gemacht. In dem Tanzprojekt haben wir ganz einfache Bewegungsabläufe des Alltags in einen Tanz integriert. (Thema: „wir warten auf einen Freund, der sich verspätet")

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In dem Videoprojekt haben wir auf dem alten Postgelände einen Videofilm gedreht, über eine Konfliktsituation aus dem Leben von Jugendlichen und deren Lösungsmöglichkeit.
Zum Schluss wurden die Arbeitsergebnisse dem jeweilig anderen Projekt (Arbeitsgruppe) vorgestellt. Wir waren mit unseren Ergebnissen sehr zufrieden. Erstaunlich für uns war jedoch, dass man mit ganz einfachen künstlerischen Mitteln zum Beispiel Angst, Freude, Liebe, Trauer, Hass, Wut oder Langeweile so anschaulich zum Ausdruck bringen kann!


Bericht: Klasse 7c