Besuch von Amnesty International-Unterstützer

(von Neele, 10a)

Am Dienstag den 28.02.2017 besuchte Herr Walischewski von der weltweit bekannten Organisation “Amnesty International“ die Englischklasse des zehnten Jahrgangs der Wilhelm-Kaisen-Oberschule. Der Aktivist machte die Klasse auf die Wichtigkeit dieser Organisation, die sich auf der Grundlage der Allgemeinen Menschenrechte für eine friedliche Welt einsetzt, aufmerksam. Amnesty International möchte eine Welt schaffen, in der die Gleichberechtigung aller Männer, Frauen und Kinder geachtet wird. Die Organisation ist insbesondere aktiv, wenn es um die Freilassung von Menschen geht, die allein deshalb inhaftiert sind, weil sie friedlich ihre Überzeugung vertreten, die aufgrund ihrer Herkunft, sexuellen Orientierung oder Religion verfolgt werden. Belege und Beweise für Menschenrechtsverletzungen gibt es ausreichend in Form von Bildern oder Videos, in denen klar wird, wie wenig darauf geachtet wird. Amnesty verbreitet Fakten und Zahlen, die von vielen Länder absichtlich „unter Verschluss“ werden, um ihre Taten nicht rechtfertigen zu müssen. Sowohl bei friedlichen Protesten z.B. gegen Politiker als auch in schwächeren Ländern, findet man Verstöße gegen die Menschenrechte.

Ein junger Mann aus Japan demonstrierte friedlich mit seinen Freunden gegen die Todesstrafe, als die Gruppe plötzlich von Militärfahrzeugen getrennt und von Soldaten verhaftet und in einen nahegelegenen Park geführt wurde. Dort machte man von der Gruppe Demonstranten Bilder, wie sie gefesselt am Boden lagen und tat so, als wären sie „Trophäen“. Die Männer wurden geschlagen und bespuckt. In einem späteren Video erzählt der Japaner von diesem traumatischen Ereignis, bei dem er sein Augenlicht verlor.
Seit 1973 bis heute ist die Todesstrafe eines der wichtigsten Anliegen von AI. In vielen Ländern wird sie immer noch angewandt. Sie tritt schon bei kleineren Verbrechen wie Ehebruch oder Raub, aber auch des öfteren bei Menschen in Armut oder bei Menschen, die einer religiösen Minderheit oder Nationalität angehören, in Kraft. Die USA hat in 19 von 50 Bundesstaaten die Todesstrafe schon abgeschafft, einige folgen noch. Ein 10-jähriges Mädchen hat vor der Hinrichtung ihres Vaters eine klare Frage gestellt, die der Klasse im Gedächtnis geblieben ist: „Sie töten ihn, weil er jemanden umgebracht hat. Doch was ist, nachdem sie ihn umgebracht haben?“ Die Meinung der Mehrheit unserer Klasse heißt: „Nein zur Todesstrafe! Ohne Ausnahme!“. Wir hatten die Chance einen Brief, der an eine wichtige Person gerichtet war, um den Tod eines jungen Mannes zu verhindern, der seit dem 26.12.16 im Todestrakt festsitzt und auf sein Urteil wartet, zu unterschreiben. Wir hoffen alle inständig, dass wir den Mann retten können und somit Amnesty International im Kampf gegen die Todesstrafe unterstützen können.